Ich hatte mir fest vorgenommen, einfach mal eine ruhige Runde im Wald zu drehen. Die frische Luft einzuatmen, Musik leise im Ohr, und die Gedanken frei flieĂen zu lassen. Der Wald war still und friedlich, kaum jemand unterwegs â perfekte Bedingungen fĂŒr eine kleine Auszeit.
Doch dann meldete sich dieses vertraute, aber hartnĂ€ckige DrĂŒcken tief in meinem Bauch. Es war kein harmloses Zwicken mehr, sondern dieses unangenehme, wachsende GefĂŒhl, dass gleich eine gröĂere Ladung ansteht. Dieses Zusammenspiel aus Drang und leichter Panik, dass es jetzt richtig losgeht, ist einfach unverkennbar.
Also schlich ich mich vom Weg ab, suchte mir eine halbwegs trockene, versteckte Ecke, wo ich ungestört sein konnte. Zwischen den BĂ€umen und StrĂ€uchern fand ich schlieĂlich eine kleine Lichtung mit weichem Moos â perfekt, um das GeschĂ€ft möglichst diskret zu erledigen.
Hose runter, hingehockt â und dann begann das groĂe Loslassen.
Langsam entspannten sich die Muskeln, und ich spĂŒrte, wie sich der innere Vorhang öffnete. StĂŒck fĂŒr StĂŒck entwich die Ladung, begleitet von einem leisen, fast unmerklichen Pups, der sich dazwischen schmuggelte. Die WĂŒrste purzelten nacheinander raus, mal fester, mal weicher, mit diesem unverwechselbaren Platschen, wenn sie auf den Waldboden trafen. Dazwischen schoss mal ein Schwall Pipi auf den Waldboden, in letzter Sekunde konnte ich meinen Schuh wegdrehen.
Es war laut und ungeschönt â mitten im Wald gibt es eben keinen Raum fĂŒr Höflichkeit. Aber ehrlich gesagt fĂŒhlte ich mich mit jedem Zentimeter Erleichterung besser. Der Druck wich, und ich konnte wieder tief durchatmen.
WĂ€hrend ich da saĂ, hörte ich das Rascheln der BlĂ€tter und das Zwitschern der Vögel â diese eigenartige Mischung aus Naturidylle und purer RealitĂ€t.
Als ich fertig war, kam der nĂ€chste Schritt: die Reinigung. Zum GlĂŒck hatte ich TaschentĂŒcher dabei. Damit konnte ich mich einigermaĂen sauber machen â kein Blatt-Experiment, sondern ordentlich und praktisch. Ein kleines GlĂŒck in dieser eher unbequemen Situation.
Ich tupfte Pipi tropfen weg und wischte mir grĂŒndlich durch die Poritze.
Hose wieder hochgezogen, TaschentĂŒcher verstaut, und langsam zurĂŒck auf den Weg. Erleichtert, mit einem kleinen LĂ€cheln und der Gewissheit, dass ich fĂŒr den nĂ€chsten Spaziergang jetzt immer vorbereitet bin.
Eine kleine Geschichte im Wald
-
Frauenpo-Liebhaber
- BeitrÀge: 160
- Registriert: 06 Jan 2024, 19:24
- Hat sich bedankt: 111 Mal
- Danksagung erhalten: 36 Mal
Re: Eine kleine Geschichte im Wald
hi Libelle,
danke fĂŒr die schöne geschichte-ist so wie die geschichte aus dem freibad, sehr gut geschrieben !
lg
danke fĂŒr die schöne geschichte-ist so wie die geschichte aus dem freibad, sehr gut geschrieben !
lg
-
Gelöschter Benutzer 30112
Re: Eine kleine Geschichte im Wald
Vielen lieben Dank fĂŒr das Erlebnis. Mein Kopfkino war sehr aktiv. Und danke, dass du die TaschentĂŒcher verstaut und umweltfreundlich entsorgt hast. Da wĂ€re ich gerne ein kleiner Vogel auf einem Zweig oder auf dem Boden gewesen...
-
Gelöschter Benutzer 26017
-
Ka580
- BeitrÀge: 658
- Registriert: 21 MĂ€r 2021, 15:31
- Hat sich bedankt: 116 Mal
- Danksagung erhalten: 97 Mal
- Geschlecht:
Re: Eine kleine Geschichte im Wald
Schön geschrieben. Im Wald in aller Ruhe kacken ist einfach schön
-
Liebe Frauuen
- BeitrÀge: 217
- Registriert: 04 Dez 2022, 19:12
- Wohnort: Nordrhein-Westfalen
- Hat sich bedankt: 221 Mal
- Danksagung erhalten: 107 Mal
- Geschlecht: