Ich bin aktuell noch über die Feiertage bei meiner Familie in Deutschland. Heute haben wir wieder Oktopus gegessen, weil ich meiner Familie erzählt habe, wie gut er mir das letzte Mal geschmeckt hat. Zum Abschluss gab’s dann noch einen Espresso, der bei mir auch richtig schnell gewirkt hat. Während der Autofahrt hat’s dann schon ordentlich gedrückt, und zu Hause auf dem Porzellanklo konnte ich den ganzen Kram endlich loswerden – ein ziemlich weicher Haufen war das. Der Oktopus hat damit sozusagen seinen Kreis geschlossen – jetzt schwimmt er wieder, nur diesmal in unserer Güllegrube neben dem Stall. Und ich war nicht mal allein damit – bei meiner Schwester hat’s kurz danach auch ordentlich gedrückt, sie ist direkt nach mir aufs Klo gegangen und hat nachgelegt.Dabei haben wir uns sogar noch unterhalten, während eine nach der anderen auf dem Klo war.Sie war allerdings etwas erstaunt, dass ich mir ein Foto meiner Kacki als Andenken an den Oktopus gemacht habe.
Ich hab meiner Schwester erklärt, warum meine Kacki nach dem Oktopus so weich war: Oktopus hat fast nur Eiweiß und kaum Ballaststoffe, dazu noch Fett und Gewürze, und dann der Espresso obendrauf – da zieht der Darm richtig Wasser an und alles geht schneller durch. Jeder reagiert da anders, also ist das völlig normal. Sie hat nur den Kopf geschüttelt und gesagt, dass mein Oktopus-Abenteuer echt Spuren hinterlässt.
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Was der Oktopus wirklich denkt …
Also, ich bin der Oktopus, und alles begann harmlos: „Hey, ich werde gekocht, alle werden mich super lecker finden – klingt nach einem Abenteuer!“ Ich liege noch auf dem Teller, schon wird gelobt, gekostet, und ich denke: „Nice, ich bin ein Star!“
Dann passiert das Unvermeidliche: Espresso wird getrunken. Plötzlich sehe ich, wie der Darm der Menschen anfängt, sich zu bewegen. „Moment mal … was machen die da?“ Ich schaue weiter zu, wie einer nach dem anderen aufs Klo rennt – und dann macht meine „Verdauungskunst“ richtig Eindruck.
Zu allem Überfluss wird jetzt auch noch ein Foto von mir gemacht. „Hey! Ich bin ein Oktopus, kein Selfie-Objekt!“ – rufe ich innerlich. Und dann, schwupps, lande ich nicht auf dem Teller, sondern in der Güllegrube neben dem Stall.
Während die Familie sich unterhält, lacht, staunt und diskutiert, wie weich der Stuhl ist, sitze ich da und denke: „Also wirklich … ich wollte nur ein leckeres Essen sein, und jetzt bin ich das größte Gesprächsthema der Woche. Glückwunsch, Menschheit, ihr habt ein echtes Oktopus-Abenteuer erlebt – buchstäblich und metaphorisch!